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Mo der 1. Woche im Jahreskreis 

g  Hl. Hilarius, Bischof von Poitiers, Kirchenlehrer

gr  M  vom Tag, zB: Tg 282; Gg 301; Sg 276 L:  1 Sam 1,1–8

Ev:  Mk 1,14–20

w  M  vom hl. Hilarius (Com Bi oder Kl)

L u. Ev vom Tag od. aus den AuswL, zB: L:  1 Joh 2,18–25

Ev:  Mt 5,13–19

 

 

 

Hilarius, um 320 als Sohn heidnischer Eltern zu Poitiers geboren, wurde für die Rechtswissenschaft und die Beredsamkeit erzogen. Er war Epikureer, bis er, ergriffen von der Einfachheit und Hoheit der Hl. Schrift, den Weg zum Christentum fand. Um 345 ließ er sich taufen und wurde, obwohl er Frau und Tochter hatte, Bischof seiner Vaterstadt. Seine Zeit stand ganz im Zeichen der mit großer Heftigkeit geführten dogmatischen Kämpfe um die Trinitätsund Zweinaturenlehre und der dramatischen Auseinandersetzungen mit dem Arianismus. Hilarius war der bedeutendste lateinische Dogmatiker vor Augustinus und führte diesen Kampf mit der vollen Leidenschaft seiner kräftigen Natur, er wird daher der „Athanasius des Westens“ genannt. Willige Werkzeuge arianischer Kaiser schloss er aus der Kirchengemeinschaft aus und sprach dem Kaiser die Kompetenz in Glaubensfragen ab. Kaiser Constantius verbannte ihn 356 nach Phrygien, hier aber vertiefte er sich in die Theologie der Griechen und schrieb sein großes Werk „De Trinitate“. Seine dogmengeschichtliche Bedeutung liegt in seinen erfolgreichen Bemühungen, westliche und östliche Theologie zu vereinigen und so die Orthodoxie zu konsolidieren. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil 360 kämpfte er unermüdlich für die Anerkennung der Definition des Nicäums, und es gelang ihm, fast den ganzen Episkopat Galliens wiederzugewinnen. Er war der erste lateinische Hymnendichter. Er starb zu Poitiers 367. 1975: Koch, Josef, emer. Dech., Pfr. i. R. 1982: Binder, Dr. Karl, emer. Univ.-Prof. Gürtler, F. Anton SJ 1987: Keilwerth, Dr. Josef, Prof. i. R. 2008: Rumpler, Hans, Pfr. in Wiener NeustadtSt. Anton 2014: Grassl, P. Fritz SDB